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Happy Birthday

Mein kleiner, großer Ad-mini,

Du wirst heute drei Jahre alt. Drei. Jahre. Alt. Ich versuche diese Zeit in Worte zu fassen und merke, dass ich daran elendig scheitere. Du hast mein Leben verändert, Du hast mich verändert, Du hast jetzt schon die Welt verändert. Du bist das Beste, das mir je passiert ist. Du bist der Jackpot meines Lebens.

Vergiss das nie. Vergiss mich nie.

The Message #3

Oma am Steuer

Warum alles stinkt

Craig Ferguson hat die Lösung gefunden, warum alles so doof ist.

Heute kommen die Handwerker.

Sonntag morgen wollte ich den Ad-mini gerade duschen, da spritzte mir plötzlich aus einer unerwarteten Richtung Gartenschlauchladung Wasser ins Gemächt. Nur wenige Sekundenbruchteile zuvor hatte es den Duschwasserstopp dahingerafft. Das ist das Teil, das man zwischen die Mischbatterie und den Duschschlauch baut, um mit einem kurzen Hebeldreh das Duschwasser abzustellen, ohne das Wasser komplett abdrehen zu müssen. In unserem Fall ist das ziemlich praktisch, denn wir haben eine Zweihand-Mischbatterie, an der das kalte und heiße Wasser noch getrennt voneinander reguliert wird.

Nachdem ich mich abgetrocknet und den Ad-mini mit ein paar Salatschüsseln voll Wasser aus dem Wasserhahn beworfen hatte, beschlossen wir, am Montag in den Baumarkt zu fahren, um die Reparatur wie Männer durchzuführen: Hingehen, kaufen, zurückfahren, einbauen, grunzen, duschen.

Der Ad-mini hatte meine Ankündigung („Morgen früh fahren wir gleich nach dem Aufstehen in den Baumarkt.“) aber so genau genommen, dass er gestern früh kurz vor Sieben plötzlich vor meinem Bett stand und mich den Worten: „Aufstehen, Schuhe an, Baumarkt!“ aufweckte.

Schon zwei Stunden ging es los.

Wie oft ich Baumärkte von innen sehe, kann man wohl am besten dadurch erklären, dass der Baumarkt, zu dem ich sonst „immer“ fahre, für mich plötzlich, für alle anderen bereits seit zwei Jahren, nicht mehr da war, wo ich ihn erwartet hatte. Dieses Missgeschick fiel auch dem Ad-mini auf und zur Strafe verstrickte er mich in ein Gespräch, in dem er nur „Warum?“ fragte und ich ihm zwischendurch das Prinzip von Angebot und Nachfrage, Kaufkraft, Rezession, Konkurs und freiem Wettbewerb erklärte. Mit überraschend wenigem Erfolg. Dabei sollte ein fast Dreijähriger die Gesetzmäßigkeiten der Makro- und Mikroökonomie doch schneller kapieren.

Nach schier endlos erscheinenden 5 Minuten hatten wir Baumarkt Nummer 2, den mit den singenden Mitarbeitern in der Werbung erreicht. Mit sicherem Schritt (nichts ist peinlicher als ein Mann, der in einem Baumarkt aussieht, als wüsste er nicht was er sucht und wo er es sucht) gingen wir in die Sanitärabteilung.

Und nach mehreren Minuten erfolglosen Suchens sah ich aus wie ein Mann, der in einem Baumarkt steht und nicht weiß was er sucht und wo er es sucht.

Der freundliche Herr H. hatte vor mir noch zwei andere bemitleidenswerte Männer zu bedienen, bevor er mich 10 Minuten später empfing.

Herr H. nahm sich 20 Minuten Zeit für mich, denn mein Problem (so dumm war ich dann zum Glück doch nicht) war doch etwas komplexer. Kurz gesagt: Der Anschluss an meiner Duschwannenmischbatterie hat einen Dreiviertelzoll-Dings, normale Duschschläuche und Wasserspar-Duschstopp-Dingse aber nur einen Durchmesser von einem halben Zoll. Dazu kommt dann noch, dass es Innen- und Außengewinde gibt.

Es gab drei mögliche Lösungen, die er mir empfohl: Duschstopp plus Verbindungsdings zwischen Dreiviertelzoll und Halbzoll plus Teflonband zum Abdichten für etwas über 20 Euro. Oder gleich eine neue Einhand-Mischbatterie für knapp 45 Euro, weil der Härtegrad des Wassers (das konnte man gut an dem Verschleißteil sehen, das ich mitgebracht hatte) auch den Rest der Vorrichtung irgendwann angreifen werde. Oder ich solle mal meinen Hausmeister fragen, ob nicht in einer anderen Wohnung so ein Teil mal übrig geblieben ist, was ich dann günstig einbauen könnte.

Der freundliche Herr H. gab mir dann noch seine Telefonnummer („…falls der Hausmeister eine Frage hat oder wir ihm ein Angebot für einen Einbau machen sollen.“) und entließ mich um einiges schlauer. Der Ad-mini und ich gingen zur Kasse, wo wir die Topfschwämme bezahlten, die er unbedingt haben wollte.

Als wir wieder in der Tiefgarage waren, setzten wir uns ins Auto und ich rief meinen freundlichen Hausmeister an, um ihm die Situation zu erklären. Da ich Schönheitsreparaturen bis 150 Euro selbst tragen muss, ging ich gar nicht unbedingt davon aus, dass die Hausverwaltung die Kosten übernehmen würde. Denn der Duschstopp gehört nicht zur Standardausstattung dazu und die Mischbatterie, so nervig es sein kann, das Wasser immer an getrennten Hähnen zu regulieren, ist ja weiterhin voll funktionstüchtig.

Aber dann sagte er: „Gut, Herr Ghost Dog, dann machen wir es so: So wie ich die Lage sehe, ist Ihre Mischbatterie defekt und ich schicke Ihnen morgen eine Firma vorbei, die Ihnen eine komplett neue Mischbatterie mit Einhandsteuerung einbaut. Und machen Sie sich keine Sorgen: Die Kosten übernimmt natürlich die Hausverwaltung.“

Da soll nochmal einer sagen die Welt wäre schlecht.

Und gleich kommen die Handwerker.

[via]

U-Turn

Was ich mir wünsche:

Ich hätte gern weniger Fans und dafür wieder mehr Freunde.

Hit the city

Der Ad-mini und ich saßen letztens im Auto und wollten seine Großeltern besuchen. Es gibt zwei Wege zu ihnen zu kommen: über die Autobahn oder durch die Stadt. Ich wollte die Autobahn benutzen, weil es schneller geht. Doch da hatte der Ad.mini etwas dagegen:

Er so: „Ich will nicht Autobahn fahren.“
Ich so: „Warum denn nicht?“
Er so: „Autobahn ist blöd.“
Ich so: „Warum denn blöd? Autobahn ist doch cool!“
Er so: „Nein, Autobahn ist nicht cool. Es ist langweilig.“
Ich so: „Aber es geht schneller.“
Er so: „Nein, es geht nicht schneller.“
Ich so: „Doch, es geht schneller!“
Er so: „Autobahn ist aber nicht cool! Ich will nicht Autobahn fahren!“
Ich so: „Na gut. Dann fahren wir durch die Stadt.“

Ich bog kurz darauf rechts ab, um den Weg durch die Stadt zu nehmen.

Er so: „Nein, weiter geradeaus fahren!“
Ich so: „Aber geradeaus geht es zur Autobahn. Und die wolltest Du doch nicht nehmen.“
Er so: „Ich will hier aber nicht langfahren!“
Ich so: „Es gibt aber keinen anderen Weg, Du kleiner Scherzkeks!“

Kurzes Schweigen.

Er so: „Kann ich einen Scherzkeks essen?“

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