Adventskalender – Türchen Nummer 5

Die Produzenten von David Letterman haben einen guten Musikgeschmack. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass es bei Youtube von tollen Letterman-Liveauftritten meiner Lieblingsmusiker geradezu wimmelt. Es war schwer, eine Auswahl zu treffen, aber ich habe mich mal auf sechs beschränkt. Und wer sich nicht alle sechs Lieder anhört, bekommt auch nichts vom Weihnachtsmann.

Band of Horses: „The Funeral“

Es geht los mit Gänsehaut. Gänsehaut, die langsam nach oben kriecht. Und plötzlich, genau in dem Moment, wo es laut wird, zieht es mir komplett die Schuhe aus. Was für ein Lied.

At every occasion I’ll be ready for a funeral

Pearl Jam: „Masters Of War“

Pearl Jam waren in ihrer Karriere öfter bei Letterman als ich in Berlin Charlottenburg. Und einmal im Jahr bin ich bestimmt in Charlottenburg. Meine Wahl ist auf ein Bob-Dylan-Cover gefallen, das sie regelmäßig auch auf ihren Konzerten spielen.

All the money you make will never buy back your soul

Simon & Garfunkel: „The Boxer“

Der Kleine und der Große hatten sich jahrelang nicht allzu lieb, fanden sich aber 2006 plötzlich wieder dufte, als sie bei den Grammys mit dem „Lifetime Achievement Award“ ausgezeichnet wurden. Sie ölten die Stimmen, probten die alten Lieder und gingen wieder auf Tour.

I am just a poor boy
Though my story’s seldom told

Die Story des armen Jungen haben sie nun schon, anders als es die Lyrics vermuten lassen, mehrere hunderte Male gesungen. Aber selten so schön wie bei Letterman.

Radiohead: „Karma Police“

Ich mache mir nicht nur Freunde, wenn ich sage, dass ich die frühen Radiohead besser fand. Nicht, dass die Alben aus diesem Jahrtausend schlecht sind, aber ich mochte Thom Yorke und seine Kumpanen ein wenig mehr, als ihre Musik noch aus handelsüblichen Takten und einem erkennbaren Strophen-Refrain-Muster bestand. Aus dieser großen Zeit stammt auch das große „Karma Police“.

This is what you get when you mess with us

Screaming Trees: „Nearly Lost You“

Those were the days. Als Grunge noch Grunge war. Die Haare noch bis zum Arsch gingen. Die Lederjacken noch cool waren. David Letterman durch laute Musik verängstigt werden konnte. Und die großen Bands aus Seattle noch Nirvana, Soundgarden, Alice in Chains oder Screaming Trees hießen. (Verdammt, ich klinge wie ein verbitterter alter Mann.)

Did you hear the distant cry
Calling me back to my sin

Amy Winehouse: „Rehab“

Man kann über diese storchenbeinige Koksuschi mit dem Vogelnest auf dem Kopf sagen was man will. Aber Musik machen – das hat sie drauf.

They tried to make me go to rehab but I said ’no, no, no‘

Zugabe:
The Good, The Bad And The Queen: „Herculean“

That it all gets better when life is straight
It’s bigger than you and the Welfare State

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3 Antworten zu Adventskalender – Türchen Nummer 5

  1. sammy schreibt:

    Geile Videos.. aber das beste haste vergessen.

    die müssen eigentlich in der Gruppe der Videos dabei sein..

  2. Pingback: Delphine Hauen » Sprung ins kalte Wasser

  3. Pingback: Von Adventskalendern, Bands, Pferden, Beerdigungen und Möhren - Graubrot

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