Vorhersage und Wirklichkeit

Vor der an diesem Wochenende abgeschlossenen Bundesligasaison hatte ich im August in vier großen Teilen in meine Glaskugel geschaut und eine Einschätzung über die Vereine abgegeben.

Auf meinen Meistertipp brauche ich eigentlich nicht näher eingehen, denn diese Voraussage hätte auch die Fliege an meinem Balkonfenster machen können. Aber der Vollständigkeit halber:

Der kommende Meister trägt rot-weiß und seine Heimspiele in einem Schlauchboot aus. Punkt. Nichts, aber auch gar nichts, wird die Bayern davon abhalten, sich bereits frühzeitig den Titel zu sichern. Selbst die zweite oder dritte Garde ist stark genug, um eventuell auftretende Ausfälle von Leistungsträgern durch holzhackende Gegner, die sich nicht anders zu wehren wissen, zu kompensieren. Ob der Pokalsieg und der UEFA-Cup-Sieg auch noch rausspringen, hängt davon ab, ob es Ottmar Hitzfeld gelingt, den Spielern jede möglicherweise aufkommende Arroganz auszutreiben. Jeder Gegner in den kommenden Jahren wird noch motivierter sein als bisher schon und viele Teams werden schon Mitte der Woche vor dem Spiel damit beginnen, den Beton anzumischen.

Noch Fragen?

Meine Absteiger waren Rostock, Duisburg und Frankfurt. Bei Frankfurt lag ich weit daneben, hatte ich doch geschrieben:

Für mich ist Eintracht Frankfurt in zwei Kategorien Topkandidat: Die erste Trainerentlassung und Absteiger.

Weder hatte Frankfurt etwas mit dem Abstieg zu tun, noch ist Friedhelm Funkel als Trainer entlassen worden. Diese Prognose war also ein Griff ins Klo, der aber durch die Punktlandungen bei den tatsächlichen Absteigern Rostock und Duisburg wieder gutgemacht wird.

So leid es mir für die Pagelsdorf-Truppe tut, aber ich bezweifle, dass Rostock in der Lage ist, Platz 15 zu erreichen. […] Ähnlich sicher, wie ich mir bei meinem Meistertipp bin, sieht es auch beim Platz 18 aus. Den vergebe ich an den MSV Duisburg, der für mich von den Mitkonkurrenten um den Nichtabstieg den schlechtesten Kader und daher die geringsten Chancen auf einen Klassenerhalt hat.

Ähnlich weit daneben wie bei Eintracht Frankfurt lag ich, wie wohl so viele, beim 1.FC Nürnberg, der leider, aber völlig zurecht, abgestiegen ist.

Im Tor und der Defensive sind die Nürnberger nicht schlechter aufgestellt, als in der Vorsaison. Durch die Verstärkungen im Sturm und offensivem Mittelfeld ist Nürnberg für mich wieder ein Kandidat für einen Platz zwischen 5 und 9, wenn sie an die überdurchschnittliche Saison 06/07 anknüpfen können.

An sich haben alle Einschätzungen gestimmt, nur die Leistung des guten Kaders war die meiste Zeit der Saison unter aller Sau. Namen wie Misimovic, Koller, Charisteas oder Mintal spielen eigentlich nicht bei Absteigern, haben aber auf dem grünen Rasen wie Absteiger gespielt.

Ebenfalls komplett falsch habe ich auch Dortmund eingeschätzt, die ich im internationalen Wettbewerb gesehen habe. Wer konnte denn ahnen, dass der BVB auf das Schwätzehäschen Thomas Doll setzen würde. Die restlichen Voraussagen sind, so schwammig sie teilweise auch waren, im Großen und Ganzen eingetroffen und ich kann mich daher rühmen, das Siegerpodest beim Bundesliga-Tippspiel nicht umsonst unangefochten und mit einem bayernesken Vorsprung erklommen zu haben.

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2 Antworten zu Vorhersage und Wirklichkeit

  1. Georg Krüger schreibt:

    du fuchs 3000! nächste saison bin ich auch in der kicktipp truppe und dann…..

  2. hermannw schreibt:

    Herzlichen Glühstrumpf! Du weißt ja, daß ich die Punktervergabe für ungerecht halte, aber mit diesem Vorsprung wärst Du in jedem Fall vorne gelandet.

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