Mir gehen die Schimpfworte aus

Für eine neue Website habe ein schickes Menü gebaut. Um anwenderfreundlich zu sein und möglichst barrierefrei zu bleiben, habe ich für das Dropdown-Menü nur CSS verwendet, damit User, die Javascript ausgeschaltet haben, nicht vor verschlossenen Unterseiten stehen. Hier auf meinem Vistarechner – ich habe Firefox und IE7 installiert – sieht es bei beiden Browsern perfekt aus. Der Mouseover klappt, die Positionen stimmen – alles super. Da ich IE6 nicht auf dem Rechner habe, ging der fertige Quellcode vorgestern ohne diesen Test zurück an meinen Auftraggeber.

Die Antwort:

in FF und IE 7 wirklich sehr schön, leider in IE6 bricht alles zusammen. Ich glaube mich zu erinnern, dass man für diese leider nicht ganz seltenen Browser einer Workarount mit javascript macht.

Das eröffnet drei neue Probleme:

  1. Ich kann kein Javascript.
  2. Es gibt keine Möglichkeit, auf dem Vistarechner IE6 parallel zu IE 7 zu installieren.
  3. Ohne 1. und 2. kann ich das Projekt nicht fertigstellen und kriege dementsprechend kein Fleißbienchen.

Da hier der eine oder andere Nerd mitliest, bin ich für jeden Tipp sehr dankbar. Die Javascriptproblematik kann dabei  außen vor bleiben, denn ich lerne schnell. Viel wichtiger ist: Wie zum Teufel bekomme ich den Scheiß-Internet-Explorer 6 auf meinen Rechner? Hat jemand mal von einem Tool gehört, das mir weiterhelfen kann? „Multiple_IE“ braucht Ihr mir nicht vorzuschlagen, denn das läuft nur mit XP. Ich habe mir hier eine Standaloneversion von IE6 runtergeladen, aber es bricht sofort mit der Fehlermeldung, dass die „Anwendung […] nicht richtig initialisiert werden“ konnte, ab. Außerdem habe ich die Befürchtung, dass so ein Standalone-IE6 anders reagiert und darstellt, als die Originalsoftware.

Hilfe!

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17 Antworten zu Mir gehen die Schimpfworte aus

  1. xDest schreibt:

    Sieh dich mal bei http://www.cssplay.co.uk/ um. Dort werden massenweise Menüs vorgeführt. Dabei sieht man auch, wie das im IE 6 geht. Conditional Comments ist da das Zauberwort. Steig am Besten hier ein: http://www.cssplay.co.uk/menus/dd_valid.html

  2. CHESHiRE schreibt:

    Wie es aussieht hat dein Auftraggeber nicht den vollen Plan. Abgesehen davon, dass man „Workaround“ mit „D“ am Ende schreibt, hängt das nicht an Javascript. Von daher also keine Panik.

    Mit dem InternetExplorer gestaltet sich das schon ein wenig schwieriger. Eine ganz angenehme Lösung ist es, wenn du dir den VirtualPC von Microsoft runterlädst und dort ein Windows zu installieren, dass vor der Vista-Ära liegt – also XP und/oder 2000, meinetwegen auch 98. Das ist solange unbedenklich, wie du noch eine Lizenz eines solchen Betriebssystems besitzt.

    Ansonsten stimme ich mit xDest überein: Conditional Comments als Browserweiche einzusetzen. Wie das geht, wird (finde ich) ganz anschaulich und einfach unter http://www.css4you.de/trickkiste/tr00032.html erklärt. Darüber habe ich mir das auch angeeignet.

    Ach ja, der Link zum VirtualPC: http://www.microsoft.com/downloads/details.aspx?displaylang=de&FamilyID=04d26402-3199-48a3-afa2-2dc0b40a73b6

    Als letzten Notnagel gibts dann noch http://www.browsershots.org

  3. Kittyluka schreibt:

    Ich würde auch zu einer Virtuellen Maschine (deutsches Sprachgut :)) tendieren.

    Ansonsten suchst du dir halt nen Rechner, der IE6 hat. Freunde, Bekannte, Verwandte, Arbeit. Und setzt dich da mal 3 Stündchen ran um das zu basteln.

    Für den IE6 gibt es schließlich wunderschöne CSS Hacks oder eben die CC… allerdings kenn ich mich damit überhaupt nicht aus…

  4. Ghost Dog schreibt:

    Das witzige an der Geschichte ist, dass ich beim Basteln bereits Conditional Comments benutzt habe. Aber eben nur blind, ohne sie testen zu können.

    Das mit der virtuellen Maschine werde ich mal angehen. Dafür benötige ich aber kein eigenes Betriebssystem, sondern lediglich einen legalen Code, korrekt?

  5. CHESHiRE schreibt:

    Du brauchst schon ein Betriebssystem, das du ja schließlich installieren musst. Ich sagte, es sein nur solange unbedenklich wie du eine Lizenz besitzt (also einen eigenen Lizenzschlüssel). Ob du nun eine nicht ganz so legale Lösung anstrebst, ist deine Sache, wir können dir das ja schließlich nicht verbieten😉

    Wenn ich mich recht entsinne, studierst du doch. Informier dich doch mal, ob dein Bildungsträger am MSDNAA-Programm teilnimmt. Darüber kannst du kostenlos kommerzielle Microsoft-Software beziehen. Im MSDNAA-Programm wird alles angeboten. Wirklich alles, bis auf Office (Word, Excel, Powerpoint, Outlook), eben auch Windows-Betriebssysteme ab Win98 aufwärts. Wenn der das nicht anbietet, dann versuch dem das mal schmackhaft zu machen. Das dauert dann zwar erstmal, bis das anläuft und dein Problem kann kurzfristig nicht auf diesem Wege gelöst werden, aber am Ende lohnt es sich.

    http://www.microsoft.com/germany/bildung/infopool/msdnaa.mspx

  6. Ascari schreibt:

    Virtual PC selbst steht zum freien Download zur Verfügung, das sollte kein Problem darstellen … Der Lizenzschlüssel ist nur für das in der VM installierte Betriebssystem – in deinem Fall XP – wichtig. Darin MultipleIEs installiert und dir stehen so gut wie alle früheren IE-Versionen zum Testen offen.

  7. Ghost Dog schreibt:

    Danke für den Hinweis. Ich muss aber nochmal nachhaken: Was ist dann überhaupt der Vorteil eines VirtualPC gegenüber einer Parallelinstallation eines anderen Betriebssystems? Das will sich mir so richtig nicht erschließen. Ich dachte, dass ich mit dem VirtualPC einfach nur ein Mini-XP raufspiele, das IE6 und weiter nichts hat.

  8. unknown schreibt:

    Hi,

    also ich würde generell auch zu einer Installation eines virtuellen ZweitPC’s raten. Die Vorteile liegen hierbei auf der Hand:

    – gerade Entwickler bevorzugen den Einsatz einer VMWare oder des Virtual PC von MS, da sich so (wie in Deinem Fall) unterschiedliche Browservarianten und Einstellungen schnell und einfach durchtesten lassen
    – sollte durch einen unbeabsichtigten Fehler das OS crashen, muss man sich nicht mit zeitaufwendigen Neuinstallationen abplagen, sondern ist weiterhin arbeitsfähig
    – man sollte ein virtuelles System immer als Testlandschaft ansehen, um zu sehen, wie sich Anwendungen in spezifischer Umgebung verhalten
    – wie Du schon sagst, ist der eintscheidene Vorteil, dass Du beide Systeme zeitgleich parallel nebeneinander laufen lassen kannst: Testumgebung, sowie Deine normale Arbeitsumgebung

  9. Ghost Dog schreibt:

    Vielen Dank! Ich werde mich heute abend mal ans Werk machen.

  10. CHESHiRE schreibt:

    Da du Vista drauf hast, ist es wenig ratsam noch ein anderes Windows ab 2003 und abwärts auf dem gleichen System zu installieren, weil dann unter Umständen Vista nicht mehr startet und eine Neuinstallation unabdingbar ist. Denn Vista hat einen komplett neuen Bootmechanismus, der durch die älteren Mechanismen überschrieben wird. Genau dieses Schauspiel habe ich vergangenes Wochenende durchgemacht. Ich habe zusätzlich zu einem bereits installierten Vista auf meinem nagelneuen PC Windows XP aud Kompatibilitätsgründen installiert und es wollte einfach nix mehr starten. Die Boot-Routine, die XP bei der Installation eingerichtet hat, ist mit der von Vista in die Quere gekommen. Selbst die Reparatur mit Hilfe der Vista-DVD klappte nicht, sie wollte einfach keinen Fehler finden. Somit blieb mir nicht anderes übrig als Vista auch noch neu draufzubügeln. Nur gut, dass alle meine Dateien geblieben sind.

    Unknown hat recht, er/sie hat die größten Vorteile bereits aufgeführt. Ein Nachteil ist aber, dass der Virtuelle Rechner sich einen Bereich im Arbeitsspeicher reserviert, den er dann dem virtuellen Betriebssystem bereitstellt. Du hast also im Betrieb nicht die volle Leistung deines Rechners verfügbar. Allerdings ist das ja bei der Website-Entwicklung kein großes Problem, weil das nicht viel Leistung zieht. Was das Mini-XP angeht: das kannst du indirekt ja machen, indem du während der Installation von Windows alles, was du nicht brauchst, von der Installation ausnimmst.

    Und nochmal (nochmal?!) zum Verständnis: Der virtuelle PC ist nur die Maschine, die emuliert wird. Das BIOS ist die einzige Software, die da schon drauf ist. Als erstes musst du dann eine virtuelle Festplatte einrichten. Das ist typischer Weise eine Datei auf deiner richtigen Festplatte, deren Größe du frei vergeben kannst. Sollte bei XP, naja sagen wir mal, so in etwa 5 Gigabyte groß sein. Dann weist du noch den Arbeitsspeicher zu und damit ist dein virtueller Rechner eigentlich schon fertig.

    Bei Problemen immer her mit den Fragen😀

  11. Ghost Dog schreibt:

    Nur mal so ein Zwischenstand: Ich habe Virtual PC installiert und direkt danach hatte ich keinerlei Rückmeldungen vom System mehr. Kein Taskmanager, nichts. Rechner auf die harte Tour neugestartet und – oh Freude – bei Firefox haben sich meine Bookmarks und alle Erweiterungen verabschiedet. Die Bookmarks konnte ich wiederherstellen, die Erweiterungen bisher nicht.

    Ich überlege gerade ernsthaft, Computer aus meinem Haushalt zu verbannen und in Zukunft per Post zu bloggen.

  12. Ascari schreibt:

    Du hast schon die letzte Version von 2007 verwendet, oder? Auf meinem XP-Rechner lief Virtual PC 2007 jedenfalls anstandslos …

    Bloggen per Post? Das wär doch mal was Neues *lol* …

  13. unknown schreibt:

    Hallo noch einmal,

    aus Deinem thread entnehme ich, dass Du mit vista unterwegs bist. Ich habe zu Hause ebenfalls zu Testzwecken einen virtuellen PC laufen (ja, auch auf vista). Habe mich hierbei warum auch immer dazu entschieden, den Virtual PC von Microsoft zu nehmen und diese Lösung läuft auch ohne Probleme. Finde jedoch die Tatsache, dass nach der Installation das System einfriert und bookmarks, sowie addons verschwinden, bedenklich. ^^
    Läuft denn inzwischen alles wie es soll?
    Mir wäre ansonsten nur noch VMWare bekannt, welches eine ähnliche Funktionalität bietet. Möglichweise bist Du ja gerade in Experimentierlaune.😉
    http://www.vmware.com/de/

    Viel Erfolg!

  14. horst schreibt:

    ich dächte VMWare braucht ne Lizenz, läuft aber ansonsten einwandfrei und wahrscheinlich die beste Lösung. Ansosnten gibts noch Xen

  15. horst schreibt:

    der große Vorteil von Virtualisierung: du kannst zur Laufzeit zwischen Betriebssystemen wechseln (LinuxWindows; VistaXP) ohne rebooten zu müssen.

    Nachteil: die Leistung geht bergab und lohnt nur bei großem Arbeitsspeicher

  16. Dirne schreibt:

    Hi, das Problem, mit den verloren gegangenen Bookmarks und Erweiterungen hatte ich neulich leider auch mal😦
    Zum Glück hatte ich ein paar Tage zuvor mein System komplett gesichert und konnte das Programmverzeichnis (C:\Programme\Mozilla Firefox) und das Profilverzeichnis vom Firefox (C:\Dokumente und Einstellungen\$Benutzername$\Anwendungsdaten\Mozilla) zurücksichern – danach war wieder alles schick. Seitdem sichere ich zusätzlich diese beiden Verzeichnisse regelmäßig…

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