Wo ist der Tank?

Ich fahre öfter mal mit verschiedenen Autos durch die Gegend. Da ich ein netter Mensch bin, geben mir andere nette Menschen gern mal ihr Auto, wenn ich eins brauche. Und nett wie ich bin, gebe ich alle Autos, die ich mir borge, mit der gleichen Benzinmenge wieder ab, wie ich sie bekommen habe. Jedes Mal, wenn ich dann zum Nachtanken die Tankstelle ansteuere, stellt sich mir die gleiche Frage:

„Wo ist der verdammte Tank?“

Für mein eigenes Auto habe ich mir mal eine Eselsbrücke aufgestellt: Ich fahre einen Corolllllllla und mein Tank ist llllllinks. Diese Eselsbrücke birgt aber auch Gefahren, denn sie könnte genauso gut heißen: Ich fahre einen Corrrrrrolla und mein Tank ist rrrrrrechts. Für den Fall, dass ich mich bei der Einfahrt in die Tankstelle nicht für eine der beiden Eselsbrücken entscheiden kann, hat mir Toyota einen kleinen Hebel neben den Sitz gebaut, mit dem ich meinen Tankdeckel vom Innenraum aus öffnen kann. Ich kann also während der Fahrt den Hebel ziehen und muss nur noch in den Rückspiegel schauen, auf welcher Seite gerade eine Bremsklappe ausgefahren wurde.

Bei geborgten Autos sieht das meist anders aus. Vor dem Losfahren gucke ich nie nach, auf welcher Seite der Tank ist. (Das macht niemand, oder?) Und Hebel zum Öffnen des Tankdeckels hat auch kaum eine andere Automarke. Daher habe ich jedes Mal eine 50:50-Chance, wenn es darum geht, welche Tanksäulen ich ansteuere.

Und wie es so ist mit 50:50-Chancen: Ich entscheide mich immer, aber auch wirklich immer, falsch.

Um die Peinlichkeit zu vertuschen, auf der falschen Seite zu stehen, habe ich anfangs noch versucht, den Tankschlauch einmal quer über das Auto zu ziehen. Die Tankschlauch-Industrie dachte sich aber: „Was ist noch peinlicher, als auf der falschen Seite stehen? Richtig! Es auf der falschen Seite trotzdem zu probieren und den Rüssel dann nicht in den Tank zu bekommen!“ Und so haben sie alle Tankschläuche ein paar Zentimeter zu kurz gemacht, um mich so richtig blöd aussehen zu lassen.

Und ich sage Euch: Der Hass, der in den Augen der wartenden Fahrer hinter mir aufblitzte, wenn ich an der Zapfsäule so vor mich hindilletierte, hätte unter Hitler sofort für leitende Positionen in Konzentrationslagern gereicht.

Worauf ich aber eigentlich hinauswollte: Die wenigsten Leute können sich merken, wo der Tank im Auto ist. Aber für dieses Problem soll es (ich habe es noch nicht selbst überprüft) eine total simple Lösung geben.

Auf der Tankmengenanzeige der Instrumententafel (das ist das Ding, wo auch der Tacho ist!) gibt es bei jedem Auto ein kleines Zapfsäulen-Icon. Wenn bei diesem Icon die Zapfpistole auf der linken Seite der Säule ist, ist der Tank des Autos auch auf der linken Seite. Ist die Pistole rechts, ist auch der Tank rechts.

Eine bebilderte Erklärung (auf Englisch) gibt es hier. Und ich bin jetzt mal gespannt, ob das wirklich stimmt. Schreibt mir Eure Automarken und die Seite des Tanks in die Kommentare und sagt mir, ob der „Trick“ wirklich funktioniert!

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4 Antworten zu Wo ist der Tank?

  1. Robert schreibt:

    Geiler Trick!

    7 Autos gecheckt. Bei 6 stimmt das – beim VW-Transporter wars nicht so.

  2. Ghost Dog schreibt:

    Deinen Fuhrpark möchte ich haben…

  3. Robert schreibt:

    Mein Fuhrpark besteht aus Fahrzeugen, die ich während eines Spaziergangs willkürlich ausgewählt habe.

  4. largeman schreibt:

    Die Info ist ja echt gut. Wer hätte gedacht, dass sich die Designer bei dem kleinen Zapfsäulensymbölchen was gedacht haben…
    Bei meinem Smart ForTwo (neues Modell) stimmt es. Tank rechts, genau wie es das Symbol zeigt.

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