Achtneunundneunzig

neuer Wäscheständer

[abgelegt unter: Wettbewerbsbeitrag zum sinnlosesten Blogartikel der Welt]

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3 Antworten zu Achtneunundneunzig

  1. Kittyluka schreibt:

    Was will uns der Künstler damit sagen?

    Der Mittelpunkt dieses Motivs, der Wäschetrockner ist offensichtlich als Sinnbild des Künstlers zu verstehen. Er trägt keine Kleider, ist also Nackt. Selbstverständlich wurde hier das allgegenwärtige Verarmen eines Kunstschaffenden Menschen umgesetzt. Brotlose Künstler, die für ihr Werk und ihr Schaffen niemals wirklich anerkannt werden und schließlich ohne Kleider in der Gosse enden.

    Die Gosse, hier wunderbar dargestellt durch den naturbraunen Fußboden (Kunststoffimitat aus Holz) der doch so solide scheint, aber eindeutig schräg nach vorn auf der Kippe steht. Schon bald wird der Künstler von „der Bildfläche verschwinden“.

    Dieses Motiv nun in die Küche zu setzen ist ein weiterer Hinweis auf hungernde, kreative Menschen, der Herd ist leer, sauber, unbenutzt, so als wäre es dem Künstler bereits von der Geburt an in die Wiege gelegt zu verhungern. Eindeutig veranschaulicht er damit, dass jeder Meister für sein Handwerk geboren und nicht gemacht wird. Ist es eine Anspielung auf den derzeitigen Fachkräfte Mangel in Deutschland? Ja meine Damen und Herren, das Sinnbild steht an einem geschlossenen Fenster, so als würde er in die Welt hinaus gehen wollen, aber er kann nicht, als stiller Zuschauer fristet er sein dasein in einer notdürftig Freiheit imitierenden Umgebung. Das grün an der Wand beweißt es abermals.

    Das Bügelbrett draußen, angezogen, zweifelsohne soll es einen Bürger der höheren Gesellschaftsschicht darstellen, der unseren armen, nackten Künstler durch das Fenster durch begafft und sich über ihn amüsiert, rot vor scham scheint man ihn quasi schreien zu hören.

    Wunderbar. Einer deiner besten Einträge.

    Du solltest übrigens deinen Toaster mal wieder putzen😛

  2. Ghost Dog schreibt:

    (das ist kein Bügelbrett draußen, sondern der alte, gestern in die Knie gegangene Wäscheständer)

    Applaus für diese wunderbare Interpretation! Das sollten wir öfter machen. Ich fotografiere irgendwas und Ihr macht daraus etwas Sinnvolles.

    Spätestens jetzt sollte jeder geneigte Leser mal auf den Namen kittyluka klicken und ihr Blog besuchen.

  3. Kittyluka schreibt:

    Danke danke🙂

    Und jetzt bitte noch einen knallroten, blinken, großen Hinweis auf die unendliche Weisheit die in meinem Kommentar steckt.😀

    Weisheit bitte nicht mit Blödsinn verwechseln.

    Bei dem Bügelbrett war ich mir nicht sicher. Leider hab ich erst nach dem Absenden gesehen, dass es ein offensichtlich kaputter Wäscheständer ist. Dieser weiße ring hat ihn veraten.

    Wofür ist der eigentlich da? Ich dachte immer das wäre dafür, dass man sich die Finger nicht einklemmt, das kann ich seit kurzem aber eindeutig widerlegen.

    Myterium Wäscheständerring. Hach endlich wieder eine halbwegs sinnvolle Idee für einen Blogeintrag😀

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