Die Schubladenverweigerer von Depeche Mode geistern seit einem gefühlten halben Jahrhundert durch die musikalischen Lebensläufe nicht weniger Menschen mit Geschmack, wobei, Moment, dass schlösse mich mit ein, und ich glaube, was Musik betrifft, bin ich wohl eher geschmacklos.
Egal. Nach dem Rock-am-Ring-Auftritt von Depeche Mode 2006 habe ich dem Spreeblick folgendes in die Blöcke kommentiert:
hatte jetzt zeit, mir das mtv-video reinzuziehen. schwanke zwischen “die x-te reproduktion lässt mich kalt” und “so völlig frei von peinlichkeiten”. war mal großer fan, jetzt kann ich dieses wahnsinnskonzert locker mit zwei pils am tv sehen. erstes großes festival für dm. nach 25 jahren. sie machen einfach immer weiter. es gibt für mich immer noch die gänsehautmomente, es sind aber nicht mehr die schwenkenden hände bei never let me down again.
Einer dieser Momente war, als ich “John the revelator” vom jüngsten Album “Playing the angel” das erste Mal hörte. Angeknüppert ein Video, das von einem offenbar amerikaphoben DM-Fan produziert wurde, aber allemal interessanter als das offizielle (ein Live-Mitschnitt) ist.
Trotz Karaoke-Funktion im Video wie gewohnt die Lyrics nach dem Klick:
John the Revelator
Put him in a elevator
Take him up to the highest high
Take him up to the top
Where the mountains stop
Let him tell his book of lies
John the Revelator
He’s a smooth operator
It’s time we cut him down to size
Take him by the hand
And put him on the stand
Let us hear his alibis
By claiming God
As his holy right
He’s stealing a God
From the Israelites
Stealing a God
From a Muslim too
There is only one God
Through and through
Seven lies multiplied by seven
Multiplied by seven again
Seven angels with seven trumpets
Send them home on the morning train
Well who’s that shouting?
John the Revelator!
All he ever gives us is pain
Well who’s that shouting?
John the Revelator!
He should bow his head in shame
By and by
By and by
By and by
By and by
