Liebes Tagebuch,
ich kann kaum schreiben, so aufgewühlt bin ich. Der saure Richter hat mich zurück nach Lynwood geschickt! Was habe ich diesem Kerl nur getan, dass er mich so hasst? Ist es weil ich so hübsch bin? Hat ihn seine Frau verlassen und er rächt sich an mir? Hatte er etwa mal einen schlechten Zimmerservice in einem von Papas Hotels? Ich weiss es nicht.
Ausgerechnet heute muss das alles passieren. Dabei hatte ich gerade eine Riesenparty mit einer Schaumkanone bei uns im Haus organisiert. Der Cateringservice hatte gerade das Essen und den Sekt gebracht, als ich von einem Polizeiauto abgeholt wurde, um ins Gericht zu fahren. Der schwitzende Polizist hat mir keine Zeit zum Beine enthaaren gelassen. Und weil er mich dann noch vom Buffet weggezogen hat, bevor ich von dem leckeren Hummer kosten konnte, musste ich ganz doll weinen. Überall vor dem Haus standen Reporter, die mich fotografiert haben, als ich weggefahren wurde.
Im Gerichtssaal gab es dann einen Riesenstreit. Die einen haben gesagt, dass ich nur rausgekommen bin, weil ich so blond und reich bin. Die anderen sagten, dass ich ein psychisches Wrack wäre. Der Sheriff, mit dem mein Psychiater meine Entlassung ausgemacht hatte, wurde von dem Staatsanwalt total fertiggemacht. Der Arme. Es half auch nichts, dass ich meinen Rock etwas hochgeschoben habe, immer wenn der Herr Delgadillo zu mir schaute. Ich glaube der ist schwul.
Als meine Mama im Zeugenstand gesessen hat, war sie ganz aufgeregt. Sie hat immer wieder Sachen durcheinander gebracht. Einmal hat sie mich sogar mit Nicole angesprochen. Da habe ich ganz laut gerufen: „Das ist nicht richtig, Mama!“. Der Richter hat dann gesagt, dass ich den Rest der Haftstrafe im Gefängnis verbringen muss. Ich habe versucht mit ihm zu verhandeln, aber ich durfte nicht mal heute Abend für die Party draussen bleiben.
Vom Gericht bin ich direkt zurück ins Gefängnis gefahren worden. Am Eingang haben die Verbrecherinnen schon auf mich gewartet und mir aplaudiert, als ich ausgestiegen bin. Ich war so gerührt, dass ich gleich wieder losheulen musste. Die dicke Yolanda hat extra für mich ein Schild gebastelt „Welcome Back!“. Das finde ich sooo süß. Ich glaube sie mag mich doch. Vielleicht möchte sie irgendwann mal mit Tinkerbell Gassi gehen, wenn sie entlassen wird.
Ich habe die gleichen Kratz-Klamotten bekommen, die ich auch vor fünf Tagen anziehen musste. Die haben hier im Gefängnis wohl kein Kuschelweich, mit dem sie die Sachen waschen. Meine Handtasche musste ich wieder abgeben und wieder wurde ich von der Frau mit den kalten Händen abgetastet. Wenigstens sind meine Fingernägel dank Ernesto, dem besten Kosmetikstudiobesitzer der ganzen Ostküste, wieder perfekt. Dafür ist mir vom vielen Weinen der Maskara zerlaufen. Als mich der Gefängnisdirektor begrüßte, muss ich schrecklich ausgesehen haben. Er schaute mich ganz entgeistert an – fast so als wäre ich der Sänger von The Cure.
Jetzt sitze ich wieder in meiner Einzelzelle. Essen wollte ich bisher nichts, denn ich bin immer noch sauer, dass ich den Hummer und den Kaviar heute abend verpasse. Und diese pappigen Hot Dogs, die hier serviert werden … pfui Teufel. Sowas isst doch noch nicht mal eine Massenmörderin.
Love, Paris.
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[...] Liebes Tagebuch, ich kann kaum schreiben, so aufgewhlt bin ich. Der saure Richter hat mich zurck nach Lynwood geschickt! …… Im Gerichtssaal gab es dann einen Riesenstreit. Die einen haben gesagt, dass ich nur rausgekommen bin, weil ich so blond und reich bin. Die anderen sagten, dass ich ein psychisches Wrack wre. Der Sheriff, mit dem mein Psychiater meine Entlassung ausgemacht hatte, wurde von dem Staatsanwalt total fertiggemacht. Der Arme. Es half auch nichts, dass ich meinen Rock etwas hochgeschoben habe, immer wenn der Herr Delgadillo zu mir schaute. Ich glaube der ist schwul. …… Vom Gericht bin ich direkt zurck ins Gefngnis gefahren worden. Am Eingang haben die Verbrecherinnen schon auf mich gewartet und mir aplaudiert, als ich ausgestiegen bin. Ich war so gerhrt, dass ich gleich wieder losheulen musste. …. Love, Paris. Quelle: Ghost Dog – Tag 5 Paris Hilton [...]
[...] Bei der Urteilsverkündung brach die 26-jährige in Tränen aus. Nun muss sie doch die restlichen 40 Tage gesiebte Luft atmen. Und ich freue mich auf die Fortführung des Tagebuchs bei Ghost Dog. [...]
Arme Paris :/ Tust mir sooooooo leid…
Siehste, hab ich doch gesagt, dass das Geschreibsel von P.H. weitergeht…
Juhuuu, danke Paris! Jetzt kanns weitergehen!
LG
Sascha
Sehr erfrischendes Tagebuch, freue mich riesig auf die Fortsetzung
Bin ich froh, das es weiter geht! Der Vergleich der verheulten Paris und dem Sänger von The Cure ist sehr passend – „Friday I’m In Jail“ ….
[...] Aufsehen- Dank Wiederinhaftierung geht auch das geheime Gefängins-Tagebuch auf “die Straßen von Berlin” weiter. Sehr [...]
[...] ghost dog, was wird paris nur davon halten? Filed under: fundstück | [...]
auf viva läuft gerade das paris knast tagebuch in videoform, da bekommt doch tatsächlich nicht nur der ghostdog insiderinfos zugeschanzt
Alles, was ihr jetzt in den Medien seht und hört, ist nur von mir geklaut.
[...] Juni 9th, 2007 · No Comments [Tag 1, Tag 2, Tag 3, Tag 4, Die Entlassung, Tag 5] [...]
Hat sie gut inszeniert, die Paris! Tut so, als wenn sie gezwungen wurde, dabei wollte sie doch nur nicht vertragsbrüchig werden, damit Ghost Dog sie nicht verklagt. Und dann das tolle Buch nach der Haft. I frei mich!
Dem Richter sei Dank – das Tagebuch geht weiter!!!!!