Vor ein paar Tagen habe ich auf “Die Straßen von Berlin” meinen ersten bezahlten Beitrag veröffentlicht. Es ging um Socken, ein Thema, das alle Menschen jeden Tag nach dem Aufstehen für etwa zehn Sekunden beschäftigt, aber ansonsten eher kein Gesprächsthema für den gemütlichen Grillabend ist. Ich habe diesen Beitrag geschrieben, weil ich neugierig war. Ich wollte wissen, ob trigami, die Firma, die diese bezahlten Beiträge vermittelt, seriös ist und man wirklich Geld für veröffentlichte Artikel bekommt. Natürlich brauche ich auch das Geld, auch wenn es vielleicht “nur” zu ein paar Packungen Windeln reichen wird. Ich war aber auch neugierig, wie das so ist, einen Produkttest zu machen, etwas zugeschickt zu bekommen, sich mit dem Anbieter-Unternehmen auseinanderzusetzen und eine fundierte Rezension zu formulieren. Und ich war gespannt auf Eure Reaktion, hier solch einen Beitrag zu lesen.
In anderen Blogs wird kräftig darüber diskutiert, ob sich Blogger durch solche von Firmen in Auftrag gegebenen Beiträge verkaufen und verbiegen. Mir wurde vorgeworfen, mich nur des Geldes willen zu verkaufen, obwohl ich mit dem Thema des Beitrages nichts am Hut hätte. Es kam die Frage auf, ob ich mit bezahlten Beiträgen nicht die Glaubwürdigkeit verliere und mein Blog zerstöre, weil so ein Produkttest nicht in die thematische Ausrichtung meines Blogs passt.
Diese Frage möchte ich hier an Euch weitergeben. Denn es könnte sein, dass der Socken-Artikel nicht der einzige dieser Art bleiben wird. Im Augenblick bekomme ich von trigami täglich mindestens eine Anfrage, einen Produkttest durchzuführen. Bisher habe ich alle Aufträge abgelehnt, weil mich das Thema nicht interessiert hat oder mir das “Gehalt” zu niedrig war.
Da dieses Blog durch den schnellen Wachstum mittlerweile (hoffentlich) einen Ruf zu verlieren hat, möchte ich von Euch wissen, wie Ihr zu dem Thema steht. Seid Ihr total gegen bezahlte Beiträge? Habt Ihr kein Problem damit, wenn ich aber die richtigen Themen wähle? Würdet Ihr einfach über die bezahlten Beiträge hinwegsehen und nur den “normalen” Rest lesen? Oder hätten bezahlte Beiträge einen negativen Einfluss auf Euer Leseverhalten aller Beiträge dieses Blogs?
Es wird nicht passieren, dass “Die Straßen von Berlin” zu einem Produkttest-Blog mit gekauften Inhalten mutiert. Es wird also weder täglich, noch wöchentlich ein bezahlter Beitrag erscheinen. Sollte aber die Angebotshäufigkeit seitens trigami bestehen bleiben und auch Unternehmen mit Rezensionswünschen an mich herantreten, für deren Produkte ich mich interessiere (und ich genug Geld geboten bekomme), kann es schon passieren, dass pro Monat eins bis zwei Auftrags-Artikel hier erscheinen.
Die Frage, was für mich genug Geld ist, konnte ich mir bisher auch noch nicht beantworten. Beim Socken-Beitrag habe ich den zu erwartenden Aufwand geschätzt, das gebotene Geld durch die geschätzte Zeit geteilt und bin dann auf einen für Studenten recht guten Stundenlohn gekommen. Ob das aber der goldene Weg ist, um meine “Schmerzgrenze” herauszufinden, weiß ich nicht.
Ich will es nochmal klarstellen: Ich werde keine Aufträge von Produkten annehmen, mit denen ich rein gar nichts am Hut habe. Zumindest ein Grundinteresse ist für mich absolute Mindestvoraussetzung. Dann kommt das gebotene Geld ins Spiel und wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wird hier in Zukunft ab und zu mal solch ein Beitrag erscheinen.
Das alles aber nur unter der Voraussetzung, dass es Euch nicht von hier wegtreibt oder Ihr glaubt, der Charakter dieses Blogs ändert sich zum Negativen. Denn ohne Leser, die hier gern und häufig vorbeikommen, habe ich auch nicht mehr so viel Freude am Schreiben (und außerdem bietet mir ohne Leser keiner Geld an, um hier seine Produkte vorzustellen).
Ich bin wirklich gespannt über Eure Meinungen.








Ich gehöre ja nun schon seit einigen Monaten zu Deinen Lesern. Und mich stört es überhaupt nicht, dass Du durch Dein Bloggen ein wenig Geld verdienst. Und wenn es mehr wird, gratuliere ich Dir.
Wir bloggen alle nur zum Spaß. Wenn der Spaß nicht auf der Strecke bleibt, während wir ein wenig Geld einsacken, weiß ich nicht, was dagegen spricht.
Wow, erster zu dem heiklen Thema…
Ehrlich gesagt ist es mir egal, ob du für einen geschriebenen Artikel/Rezension Geld bekommen hast oder nicht. Wenn der Beitrag gut geschrieben ist, das Geschriebene deine Meinung ist, du hinter dem stehst, was du geschrieben hast und das getestete Produkt einigermaßen interessant ist werde ich es lesen.
Es sei denn, wenn dein Blog nur noch aus solchen Tests oder Rezensionen besteht, was du ja nicht willst, werden die Besuche meiner seits rarer werden.
Soweit so gut…
Wenn Du das mit Deinem Gewissen vereinbaren kannst, dann bitteschön!
Mach doch was du willst. Dann aber lieber einen Disclaimer mehr als einen zu wenig. Und natürlich zu Beginn des Textes. Dann weiß ich, dass ich’s nicht zu lesen brauche. Gar nicht schlimm. Aber nicht zu oft. Und wenn doch öfter, dann nur unter penibler Umrechnung der eingenommenen Reklame-Euronen in Easy-Up-Pants. Das zieht immer. Ansonsten: Mach doch was du willst.
Mich interessiert nur das witzige Musikrätsel!
Deine Einträge über Socken lese ich nicht.
Also, ich hab nix gegen bezahlte Beiträge. Ich würd das selbst machen, wieso auch nicht? Kohle kassieren für Sachen die man gut und gern macht, ist doch schick.
Ich würde es allerdings nur machen, wenn es um Dinge geht, die mich/meinen Blog wirklich direkt betreffen. Sei es ein neues Handy testen oder mal inne Band reinhören, ein Buch rezensieren, Filme schauen, eine Homepage kritisch angucken… Meinetwegen auch Klamotten anziehen, wieso nicht^^
Alles andere, was mich nicht wirklich betrifft, wie beispielsweise ein Socken-Abo (ja, sind auch Klamotten… Aber ist zu belanglos), würde ich nicht machen. Das zerstört die Authentizität.
@largeman: Genau, Überhand nehmen soll und wird es definitiv nicht.
@Robert: Ich komme damit klar. Es ging nur darum, ob Du mich noch lieb hast, wenn ich mich dem schnöden Mammon hingebe.
@nolookpass: Ungekennzeichnete Werbung oder Produkttests wird es nicht geben. Ehrenwort.
@benno: Ich habe den Wink mit dem Zaunpfahl kapiert. Ein neues Rätsel kommt bald.
@Paul: Es ist ein schmaler Grad zwischen Interesse und Ich-Machs-Mal-Schnell-Wegen-Dem-Geld. Aber ich versuche, mir immer treu zu bleiben und nur die Themen zu wählen, hinter denen ich auch stehe (sie also dementsprechend dann auch wenigstens halbwegs hier reinpassen).
Wenn ne große Brauerei aus Sachsen (nein nicht die Billigpläre) nach nem Test schreit und du ein zwei Kästen bereit bist, an freiwillge “Testpersonen” abzugeben, spricht von meiner Seite nichts dagegen….(p.s. der Sockenartikel war wirklich gut)
Also, wenn die besagte Brauerei aus Sachsen das wirklich macht, biete ich mich auch an^^
Btw, wie hast du es denn geschafft, die Firma auf dich aufmerksam zu machen?
Ich würd nämlich auch gern was dazu verdienen…
@Horst: Ich werd Dir bescheid sagen.
@Paul: Ich schicke Dir mal eine Einladungsemail von trigami. Da brauchst Du Dich nur anzumelden, Deine Daten einzugeben und zu warten, bis sich jemand bei Dir meldet und Dir eine Rezension anbietet.
Ghost Dog: Jetzt muss Du aber schon erwähnen, dass diese Einladungsmail Dich auch ein Stück reicher macht.
Stimmt. Ich bekomme, wenn Paul seine erste Rezension geschrieben hat, 10 Euro. Sorry, daran hatte ich nicht gedacht.
Danke
Ich guck mir das mal an
den sockenartikel hab ich nur grob überflogen, da er mich wie die sportartikel nicht interessierte. dafür sind deine anderen beiträge ja immer unterhaltsam und gut geschrieben. also mach werbung soviel du kannst, solange dein “flow” nicht drunter leidet. keep on.
(für was sind eigentlich nochmal diese sneakersocken gut? ist das sowas metrosexuelles?)
Also ich fand Deinen Sockenbeitrag echt gut!
Findes es auch voll ok, wenn man sich mit seinen Blogbeiträgen etwas Geld dazuverdienen kann- solange die Themen für den Blogger selbst interessant sind. Und man sie als bezahlte Blogs erkennen kann! Bin schon gespannt auf weitere Themen und Berichte
Ach weißt du, Geld stinkt nicht solange du es mit deinem Gewissen vereinbaren kannst.
Ich konnte, kann und werde es wohl auch weiterhin mit meinem Gewissen vereinbaren können, wenn ich das Geld ausbezahlt bekomme und mir davon ein Eis, ein McDonalds Sparmenü und ein Paar Sandalen leisten kann.